100 Jahre Frauenwahlrecht

100JahreFrauenwahlrechtVor genau 100 Jahren, am 19.01.1919, nahmen Frauen das erste Mal als Wählerinnen und Gewählte an der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung teil.

Erst seit 1908 dürfen Frauen in politische Vereinigungen und Parteien eintreten und politische Vereine gründen. Unterschiedliche Zusammenschlüsse kämpften zu damaliger Zeit alle für das gleiche Ziel: „Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten“. Dieser in 1918 gefasste Beschluss der Weimarer Verfassung brachte den Durchbruch des Frauenwahlrechts. Am 12.11.1918 wurde das aktive Frauenwahlrecht beschlossen. Davor ging so gut wie jede politische Betätigung von den Männern aus. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts setzten sich Frauenrechtlerinnen und Vereine für das Frauenwahlrecht ein – mit Erfolg!Seit nun 100 Jahren steht den Frauen endlich zu, was ihnen zuvor vorenthalten wurde.

Also liebe Frauen: Wir brauchen euer Engagement und eure Beteiligung in der Politik! Nutzt das Wahlrecht: wählt und stellt euch zur Wahl. Eure Stimme und Meinung zählt!

Netzspinner Wochenende

netzspinner 2018

Vom 14.9 bis zum 16.9.18 hat der Netzspinner in Köln getagt. Es wurde viel an den Homepages der CAJ Berlin, CAJ Deutschland, CAJ Osnabrück und der CAJ Augsburg gearbeitet. Es wurden Berichte geschrieben zu den aktuellen Veranstaltungen. Der Spaß kam auch hier nicht zu kurz. In der Mittagspause wurde mit einem Tretboot der nahe gelegene See erkundet.

 

 

 

Heute ist der Equal Pay Day!

koordinationsteam19Der Equal Pay Day steht für den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern, der laut statistischem Bundesamt in Deutschland 21 Prozent beträgt. Diese große Lohndifferenz hat zur Folge, dass Frauen bis zum 18. März, d.h. 77 Tage umsonst arbeiten, während Männer seit dem 01. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Somit beträgt der Stundenlohn für Männer brutto 4,41 Euro mehr als bei den Frauen.

Deutschland liegt damit im europäischen Vergleich weit hinten. Positive Beispiele in Europa sind Rumänien, Italien und Belgien, die Gender Pay Gaps (geschlechtsspezifische Lohnlücken) von unter 7 Prozent aufweisen.

CAJler*innen sehen hier ein riesiges Problem und wollen dies so nicht hinnehmen:

Jasmin ist wütend, wenn jemand sagt, dass es die Lohnlücke doch gar nicht gebe, wenn mehr Frauen Vollzeit arbeiten würden oder wenn sie weniger in soziale Berufe gingen. Sie fragt sich, warum es denn immer noch so ist, dass soziale Tätigkeiten so schlecht bezahlt werden.

Lisa empfindet die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern bei nicht tariflich bezahlten Jobs als riesiges Problem. „Wie kann das denn sein, dass Frauen in der gleichen Arbeit weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen?“

Jasmin nimmt den Equal Pay Day dieses Jahr zum Anlass, Nachforschungen anzustellen, wie viel ihre Arbeitskolleg*innen verdienen. „Weißt du eigentlich, wie viel deine Kollegen und Kolleginnen verdienen? Hast du mal nachgefragt, hast du eine ehrliche Antwort erhalten?

Caro sagt: "Es ist ein Skandal, dass wir überhaupt darüber reden müssen, dass Frauen gleich bezahlt werden. Das sollte selbstverständlich sein. Und deshalb müssen wir erst recht kämpfen!"

Christoph kämpft für den Equal Pay Day, weil es Zeit ist, dass wir endlich das Patriarchat abschaffen.

Wir als CAJ Deutschland stehen für Gleichberechtigung, Chancengleichheit und faire Löhne - unabhängig vom Geschlecht. Wir fordern die Abschaffung des Gender Pay Gap!

Geschlechterungerechtigkeit?!

Geschlechterungerechtigkeit: Gibt es das noch? Haben wir heutzutage wirklich noch Vor-und Nachteile aufgrund unseres Geschlechtes? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigten wir, vierzehn interessierte Männer und Frauen, uns ein ganzes Wochenende lang vom 08.-10.02.2019 in Essen. Nicht nur bei ROLWAs, auch beim Frühstück, Mittagessen und Abendessen diskutierten wir ausgiebig über die verschiedensten Themen und Erfahrungen und merkten schnell, dass es tatsächlich Geschlechterungerechtigkeiten gibt und diese in den verschiedensten Formen auftreten: Sei es im Beruf, im Studium oder in der Freizeit. Dabei sind nicht nur, wenn auch häufig, Frauen, sondern auch Männer betroffen. Denn Rollenbilder gibt es überall.
Und so war am Ende des Wochenendes für alle klar: Wir wollen an dem Thema weiter dranbleiben!

(Bericht von Aliesa Schreiner)Geschlechtergerechtigkeit 2019

Bundesaktionstage zum 1. Mai: Vielfältig, bunt und laut geht die CAJ in Berlin auf die Straße

Die Christliche Arbeiterjugend (CAJ) Deutschland kämpft gegen prekäre Arbeit. Rund 35 junge Menschen aus ganz Deutschland trafen sich vom 27.04. bis 01.05. in Berlin, um Handlungsschritte und Forderungen gegen prekäre Arbeit zu entwickeln. Am 1. Mai trugen sie ihre Positionen zum Tag der Arbeit auf die Straße.Demo

Die CAJ fiel nicht nur dadurch auf, dass sie unter christlicher Flagge auf die Straße ging. Sie war auch besonders bunt gemischt: Während einige noch zur Schule gehen, haben andere schon Erfahrungen mit Befristungen, Leiharbeit oder Niedriglohn gemacht. Auch zehn Geflüchtete sind mit dabei. Viele von ihnen können noch nicht arbeiten, weil sie auf einen Sprachkurs oder ihr Bleiberecht warten. In der CAJ kommen die unterschiedlichen Gruppen zusammen, um für ihre gemeinsamen Interessen einzustehen. Die frisch gewählte Bundesvorsitzende Andrea Karl sieht darin ein Kernmerkmal der CAJ: „Wir haben gemeinsame Visionen und wollen die Welt mitgestalten. Doch von Unwägbarkeiten bestimmte Lebensverhältnisse hindern uns daran, seien es nun prekäre Arbeitsverhältnisse oder ein unsicherer Aufenthaltsstatus. Wir wollen nicht nur ein gutes Leben für einzelne Gruppen, wir wollen ein Leben in Fülle für alle Menschen.“

Die CAJler*innen haben sich vier Tage lang intensiv mit der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens, einer Arbeitszeitverkürzung und mit Geschlechtergerechtigkeit beschäftigt. Die Demo am ersten Mai ist eine wohldurchdachte Aktion, die auf der Analyse und der Vision einer gerechten Arbeitswelt beruht. Nachdem in der Vergangenheit das Sehen und das Urteilen fokussiert wurden, steht nun das Handeln im Mittelpunkt. Die Kampagne „Fair statt Prekär“ ist die gemeinsame Aktion der CAJ Deutschland.

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Termine

Do, 30.05.19 - So, 02.06.19
BAG Bildungsgestalter in Berlin
Fr, 05.07.19 - So, 07.07.19
BAG Weltnah in Lübeck
Fr, 30.08.19 - So, 01.09.19
Kommission Netzspinner in Essen

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