Auftakt zur Fotoausstellung "Eine/r von uns"

DSCI0043Vom 14.-16.2.14 fand unser Treffen in Mainz statt. Unsere bundesweite Gruppe beschäftigt sich mit den Umständen eines unsicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland. Unser Fokus liegt dabei bei jungen Menschen und welche Auswirkungen dies auf ihr Leben hat. Die Teilnahme von Menschen, die davon betroffen sind, ist demnach unser größter Wunsch.

Erfreulicherweise waren wir an diesem Wochenende viele Personen mit sehr unterschiedlichen Herkunftsgeschichten. Insgesamt waren wir 17 Teilnehmer, die aus 7 verschiedenen Ländern stammen (u.a. Serbien, Afghanistan, Somalia).

In mehreren Wochenenden in verschiedenen Städten nahmen wir zuerst die Lebenswelten aber auch rechtliche Grundlagen genauer unter die Lupe. Anschließend bewerteten wir dies aus unserer persönlichen Perspektive und entwarfen Ziele und Visionen, was wir gerne ändern und erreichen würden. Ziel des Wochenendes in Mainz war es schließlich, konkrete Projekte zu entwerfen, wie wir diese Ziele erreichen können.

In Kleingruppen erarbeiteten wir zuerst Ideen und im Folgenden die konkrete Planung für 2 Projekte, die wir gemeinsam aus allen Vorschlägen auswählten. Das erste Projekt ist eine Postkartenaktion, mit der wir unsere Kritik an der Residenzpflicht für Personen mit Aufenthaltsgestattung bzw. Duldung zum Ausdruck bringen möchten. Wir haben bereits einen Text entworfen (die Gestaltung von Postkarten folgt noch), der auf die Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit hinweist, die die Residenzpflicht schafft. Jeder kann diesen Text verwenden, um eine Postkarte zu schreiben, wenn er irgendwo im Urlaub ist. Diese schickt man anschließend an den Bundestag. Wir haben den Aufwand für die einzelne Person auch bewusst so gering wie möglich gestaltet, damit hoffentlich eine große Masse teilnimmt. Wir bitten also um Verbreitung!

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Unser zweites Projekt ist eine Fotoausstellung mit dem Titel „Einer von uns“, die durch ganz Deutschland reisen soll. Das Ziel ist hierbei, darauf hinzuweisen, dass jeder junge Mensch eine Würde hat und dies nicht aufgrund eines (fehlenden) Aufenthaltstitels eingeschränkt werden darf. Mit den Fotos, auf denen Portraits der Teilnehmer unseres Projekts abgebildet werden sollen, wollen wir zeigen, dass wir alle gleichwertig sind, aber nicht alle die gleichen Chancen haben, unsere Talente auszuleben, weil z.B. der Aufenthaltsstatus uns beschränkt. Außerdem möchten wir die Angst vor Kontakt mit Flüchtlingen oder allgemein mit Migranten nehmen und Vorurteile beseitigen. Falls möglich, soll die Ausstellung von einem Projektmitglied zumindest eröffnet, wenn nicht auch dauerhaft begleitet werden, damit der direkte Kontakt hergestellt werden kann. Zusätzlich sollen rechtliche Informationen über die Rechtslage oder eventuell auch Herkunftsländer ausgestellt werden.

Natürlich kam neben der Arbeit der Spaß auch nicht zu kurz ;-) Es wurde viel gelacht und auch Witze gemacht, alle haben sich gegenseitig kennen gelernt. Wir haben uns auch die Zeit genommen, den Samstag Abend gemeinsam in Mainz zu verbringen und in lockerer Runde das Leben zu genießen. Aller Ansicht nach, sind neue Freundschaften entstanden, die hoffentlich auch trotz der Entfernung halten können.

Wir sind sehr froh, viele neue Teilnehmer gehabt zu haben und bedanken uns hiermit sehr herzlich bei allen für ihr Engagement! Ohne eure Hilfe wäre dieses Wochenende nicht so schön geworden!

Wir freuen uns auf jedes Interesse und natürlich über jedes neue Mitglied! :-)

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Politische Forderungen in "afa - Verein für Arbeit e.V." eingebracht

Unsere Forderungen zum Thema „junge Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus und Arbeit/ Ausbildung“ hat der Bundesvorstand in den „Arbeit für alle e.V.“ hineingetragen. Dieser trifft sich einmal im Jahr mit Vertretern aus dem Bundestag, um für die Interessen von jungen Auszubildenden, jungen Erwerbstätigen und Erwerbslosen einzutreten. Hier könnt ihr das Dokument nachlesen, das wir eingereicht haben.

Unsere politischen Forderungen für "arbeit für alle e.V."

Über uns - 2013

 

In der Kneipe In unserer Aktionsgrupe war 2013 viel los! Wir setzten uns dafür ein, dass jeder junge Mensch, ob er die deutsche Staatsbürgerschaft hat oder nicht, in unserer Gesellschaft teilhaben kann und Rechte hat, wie z.B. die Erlaubnis, eine Ausbildung in einem Betrieb zu machen und zu arbeiten, und das zu einem fairen Lohn. Für viele junge Menschen, die in Deutschland mit einem ungesicherten Aufenthaltsstatus leben (Duldung, Aufenthaltsgestattung etc.), ist dies nicht selbstverständlich. So gibt es Mitglieder in unserer Aktion, die ihr Bundesland nur mit der Erlaubnis der Ausländerbehörde verlassen dürfen oder die für ein Jahr weder arbeiten noch eine Ausbildung machen dürfen. Obwohl viele von ihnen schon Jahre oder ein Leben lang in Deutschland sind, haben sie die deutsche Staatsbürgerschaft nicht und nehmen schneller prekäre Arbeitsverhältnisse an, um ein Gehalt vorweisen zu können, welches für bestimmte Aufenthaltspapiere verlangt wird. Darum haben wir, Leute aus verschiedenen Diözesen, uns im vergangenen Jahr im Frühling in Düsseldorf, im Sommer in Kassel und im Herbst in München getroffen. Dort haben wir uns die Situation von jungen Leuten mit unsicherem Aufenthalt anGESEHEN, darüber geURTEILT und geHANDELT. Hier in Kürze ein paar unserer wichtigsten Forderungen, die wir 2013 erarbeitet haben und zu denen wir Aktionen durchführen:

Vor der Jugendherberge 3

-         Für jeden/ jede in Deutschland: Erlaubnis zu arbeiten und faire Bezahlung für diese Arbeit.

-         Für jeden in Deutschland: Erlaubnis eine Ausbildung zu machen. Außerdem sollte jeder/ jede der Schulpflicht unterliegen. Schulbildung soll unabhängig vom Alter möglich sein.

      Schnellere, objektivere, menschliche Regelung des Bleiberechts (das betrifft z.B. den Stopp der sich immer wieder verlängernden Duldungen)

-         Recht, sich in Deutschland frei zu bewegen.

-         Für jeden / jede in Deutschland: Teilhabe an Gesellschaft

-         Keine Diskriminierung.

Wenn du auch interessiert bist: Jede/r Teilnehmer/in ist herzlich willkommen!

Arbeitsbericht zum Europaseminar „Talking 'bout my generation“

"Why is this difference between the numbers of jobs and the numbers of job-seekers?"

Diese Frage war für Michael, ein 23jähriges Mitglied der KAJ Flaanders, eine der drängendsten Fragen auf dem Europaseminar unter dem Motto „Talking 'bout my generation“ , welches von der JOC Europe organisiert worden war und vom 27.11.-1.12. in Königswinter/Deutschland statt fand.

 

„I want a job!“ formulierte er an anderer Stelle. Was er nicht ausdrücklich dazu sagte: einen festen Job. Nicht nur einen befristeten für eine Woche oder für einen Tag, wie er sie in den letzten Jahren immer mal wieder - über Leiharbeitsfirmen – bekam. Nach Auslaufen dieser Verträge war er wieder arbeitslos. „Es ist so absolut unmöglich, irgend etwas zu planen!“ konstatierte ein anderes Mitglied einer Arbeitnehmerorganisation, welcher ebenfalls von der Situation betroffen ist.

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Termine

Di, 26.01.21 - Mi, 27.01.21 Pastoral-AG in Digital
Mi, 27.01.21 - Fr, 29.01.21 Exklusiv für Hauptamtliche & Hauptberufliche in Digital
Fr, 05.02.21 - So, 07.02.21 Ich.Wir.Nachhaltig. - findet vorerst nicht statt! in Köln
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