
Bericht der CAJ Passau:
Am Wochenende 02. - 05.07.2026 blickt der Diözesanverband Passau weit über die Landesgrenzen hinaus: Unser Diözesanleiter Merlin Schüllner vertritt unsere Passauer CAJ, sowie die Deutsche CAJ-Bewegung beim europäischen Seminar der IYCW (International Young Christian Workers) in Portugal. Im absoluten Mittelpunkt des Treffens steht ein Thema, das die Lebens- und Arbeitsrealität junger Menschen wie kaum ein anderes prägt: Mental Health – die psychische Gesundheit.
Druck in der Ausbildung, Zukunftsängste, die ständige Erreichbarkeit und die Belastungen des modernen Arbeitsmarktes: Psychische Gesundheit ist längst kein Tabuthema mehr, sondern eine der größten Herausforderungen für junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weltweit.
Wie gehen andere Länder damit um? Welche Lösungsansätze gibt es? Hier ist Merlins Bericht von einem intensiven und hochrelevanten ersten Tag:
Tag 1: Ankommen, Vernetzen und erste wichtige Impulse
Punkt 15:00 Uhr setzte der Flieger in Portugal auf – und das Thema des Seminars war sofort spürbar. Bereits am Flughafen gab es ein herzliches Willkommen und erste tiefe Fachgespräche mit den Kolleginnen und Kollegen der GiOC Italy (der italienischen CAJ) darüber, wie die Situation junger Beschäftigter in Italien aussieht.
In der Unterkunft angekommen, ging der Austausch nahtlos weiter. In einem intensiven Gespräch mit Sean Gehrig aus dem internationalen Team der IYCW bekam Merlin spannende Einblicke, wie das Thema Mental Health auf globaler Ebene angepackt wird und welche Konzepte die internationale Bewegung verfolgt. Eine enorme Inspiration für unsere Arbeit direkt vor Ort im Bistum Passau!
Gemeinsam stark: Zwei Weltbewegungen an einem Tisch
Nach dem Abendessen fiel um 21:00 Uhr der offizielle Startschuss für das Programm. Nach einer ersten Kennenlernrunde und dem Ausblick auf die Struktur der Woche wurde schnell klar, wie viel Kraft in diesem Seminar steckt: Die IYCW und die ICYCW (International Coordination of Young Christian Workers) gestalten dieses Treffen gemeinsam.
Gemeinsam für die Gesundheit junger ArbeiterInnen: Obwohl unsere Deutsche CAJ-Bewegung fest zur IYCW gehört, bietet dieses gemeinsame Seminar mit der ICYCW die einmalige Chance, Kräfte zu bündeln. Wenn es um die psychische Gesundheit der Jugend geht, gibt es keine Verbandsgrenzen. Hier vernetzen wir uns international, um gemeinsam Strategien gegen Überlastung und für gesunde Arbeitsbedingungen zu entwickeln.
Der erste Abend klang mit vielen tiefgründigen Gesprächen und neuen Begegnungen aus. Es wurde viel gelacht, aber auch ernsthaft diskutiert – ein perfekter Auftakt für ein Wochenende, das der Gesundheit und den Rechten junger Menschen gewidmet ist.
Tag 2: Mindmaps, Social Media und eine starke Gemeinschaft
Nach dem inspirierenden Auftakt ging es für unseren Diözesanleiter Merlin Schüllner direkt ans Eingemachte. Der zweite Tag des europäischen Seminars stand ganz im Zeichen unseres Themenschwerpunkts Mentale Gesundheit aus dem Bundesaktionsplan – und wie intensiv die verschiedenen Lebensbereiche unsere psychische Gesundheit beeinflussen.
Hier ist Merlins kompakter Bericht vom zweiten intensiven Seminartag:
Zwischen Arbeitsplatz und Social Media
Nach dem gemeinsamen Frühstück starteten wir sofort in den Austausch über unsere eigenen Erfahrungen. Mittels Mindmapping haben wir analysiert, wie stark Bereiche wie Arbeit, Schule, Familie und Hobbys unsere mentale Gesundheit prägen.
Am Nachmittag teilte sich das Seminar in zwei Arbeitsgruppen auf:
Mental Health am Arbeitsplatz: Hier diskutierten wir persönliche Erfahrungen und die konkreten Herausforderungen im Arbeitsalltag.
Der Einfluss sozialer Medien: Diese Gruppe nutzte unsere bewährte Methode „Sehen – Urteilen – Handeln“, um den digitalen Druck zu beleuchten und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Alltag zu erarbeiten.
Gelebte Internationalität und ein Abend in Lissabon
Besonders schön: Die sprachliche Vielfalt war überhaupt kein Hindernis! Obwohl nicht alle Teilnehmenden Englisch sprachen, sorgte ein engagiertes Übersetzerteam dafür, dass jede Stimme gehört wurde und alle ihre Realitäten einbringen konnten. Das hat unsere internationale Gemeinschaft extrem gestärkt.
Zum Ausklang eines produktiven Tages machten wir noch eine gemeinsame Rundtour durch Lissabon, um die Eindrücke sacken zu lassen und die Zeit zusammen zu genießen.