Weltnah - Migration und Flucht

CAJ-Projekt zur Integration vor dem Aus

CAJ-Projekt zur Integration vor dem Aus, da Mitarbeiter/innen von Abschiebung bedroht sind!

Bisher lief alles gut. Kontakte wurden geknüpft, regelmäßige Austauschtreffen und Wochenendveranstaltungen durchgeführt und Ideen für nachhaltige Mitarbeit im Verband entwickelt. Im BDKJ und darüber hinaus galt und gilt es als ein beispielhaftes und für die interkulturelle Öffnung der katholischen Jugendverbände wegweisendes Projekt: „So keres?" heißt das Projekt des CAJ Bundesverbandes, das seit eineinhalb Jahren unter der Federführung des Praktikers (Sachausschusses) Weltnarr durchgeführt wird. Darin arbeiten CAJlerInnen eng mit Roma-Jugendlichen insbesondere in Münster zusammen, um Völkerverständigung herbeizuführen und die Öffentlichkeit über die Lebenssituation der Minderheitsgruppe der Roma zu informieren.

Nun steht das Projekt auf der Kippe. Am 06 Juli 2009 haben die Republik Kosovo und Deutschland ein Rückübernahmeabkommen beschlossen. Schon vorher hoben einzelne Bundesländer Abschiebestopps für Minderheiten aus dem Kosovo auf.

 

Davon sind auch MitarbeiterInnen des Projektes „So keres?" betroffen. Obwohl manche von ihnen hier geboren, alle aber schon mehr als 10 Jahre in Deutschland sind, haben sie immer noch nur den Duldungsstatuts. Das bedeutet ein Leben in ständiger Angst vor Abschiebung- und diese ist durch das Rücknahmeübereinkommen noch näher gekommen. Für die CAJlerIn Sarah Prenger, Leiterin des Projektes, eine Horrorvorstellung: „Es sind Jugendliche und junge Erwachsene, die uns mittlerweile ans Herz gewachsen sind und sich als Teil unserer Gesellschaft verstehen. Zu Kosovo haben sie keinen Bezug mehr und sind in den meisten Fällen der Landessprache nicht mächtig." schildert sie ihre Erfahrungen mit den Jugendlichen.

„Die Zwangsrückführung von Roma in das Kosovo ist nicht hinnehmbar". bekräftigte

Eva-Constanze Selk, Bundesvorsitzende der CAJ Deutschland, die Position des CAJ-Bundesvorstandes. „Neuste Berichte von Menschenrechtsorganisationen machen deutlich, dass die Roma im Kosovo immer noch in miserablen Verhältnissen leben und ihr Schutz als Minderheit in keiner Weise gewährleistet ist." fügte sie als Begründung hinzu.

„Aus diesen Gründen und nicht zuletzt aus der besonderen geschichtlichen Verantwortung Deutschlands gegenüber der Volksgruppe der Roma fordern wir die Bundesregierung und Landesregierungen dazu auf, die Abschiebungen von Roma in den Kosovo umgehend zu stoppen, den Angehörigen der Volksgruppe der Roma, die langjährig hier bei uns leben, ein Bleiberecht zu gewähren und statt Abschiebedrohungen aktiv die gesellschaftliche Integration von Roma-Jugendlichen, vor allem den Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu fördern".

Termine

Do, 19.09.19 - So, 22.09.19 Bundeskongress in Haus Altenberg (Odnethal) bei Köln
Fr, 18.10.19 - So, 20.10.19 BAG Weltnah in Bremen
Fr, 01.11.19 - So, 03.11.19 Leitungsrat in Bonn
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