Mit klaren politischen Forderungen und personellen Weichenstellungen war die Bundesfrauenkonferenz des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Wiesbaden eine erfolgreiche Veranstaltung. Die rund 50 Delegierten aus ganz Deutschland verabschiedeten zwei Beschlüsse gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Sexismus und wählten ein neues BDKJ-Bundesfrauenpräsidium.
Gewalt gegen Mädchen und Frauen als strukturelles Problem
Die Konferenz machte deutlich: Gewalt gegen Mädchen und Frauen zeigt sich in unterschiedlichen Formen – von tödlicher Gewalt bis hin zu alltäglichem Sexismus und digitaler Hetze. Beide Ebenen stehen in einem gemeinsamen strukturellen Zusammenhang.
Ein Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit Femiziden in Deutschland. „Femizide sind keine Einzelfälle oder private Tragödien, sondern Ausdruck struktureller Ungleichheit und patriarchaler Gewaltverhältnisse“, betonte BDKJ-Bundesvorsitzende Daniela Hottenbacher. Nahezu täglich versuchen Männer in Deutschland, ihre (Ex-)Partnerinnen gewaltsam zu töten – etwa jeden dritten Tag endet diese Gewalt tödlich. Kinder und Jugendliche sind ebenfalls häufig betroffen, sei es direkt, als Zeug*innen oder durch den Verlust naher Bezugspersonen.