Eröffnung der Ausstellung „Eine/r von uns“ zum Leben mit und ohne Duldung in Deutschland – 20.8. in Sögel

Wo?      Im Marstall Clemenswerth, Clemenswerth 1, 49751 Sögel

Wann?Am 20. August 2015 um 19 Uhr (Eröffnung)

Am 20. August eröffnet die Christliche Arbeiterjugend (CAJ) in Sögel ihre Ausstellung „Eine/r von uns“. Die Ausstellung stellt die Situation und die Wünsche der jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in den Mittelpunkt. „Wir haben die gleichen Wünsche und wollen uns ein gutes Leben aufbauen.“, so Sebastian Cichos, einer der Initiatoren der Ausstellung. Junge Menschen mit und ohne Duldungsstatus haben gemeinsam ihre Lebensrealitäten und Vorstellungen eines guten Lebens reflektiert. Die Konzeption und Erstellung der Ausstellung wurde selbst in die Hand genommen Dazu Christoph Holbein, Geistlicher Leiter der CAJ Deutschland: „Gerade inmitten der aufgeheizten politischen Diskussion um Geflüchtete setzen wir ein Zeichen: Wir leben solidarisch miteinander.“

Jafar, 21: „Die Duldung hängt die ganze Zeit wie ein rotes Schild über mir, auf dem „STOP“ steht.“ In Deutschland leben viele Menschen mit einem ungesicherten Aufenthaltstitel. Ungesicherter bedeutet hier sie können jeder Zeit abgeschoben werden. Kommt heute die Polizei oder morgen?  

Mit dieser ständig präsenten Angst leben viele junge Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Land. Sie wollen Deutsch lernen, sie wollen arbeiten aber die Papiere hindern sie daran. Denn sie sind nur geduldet. Arbeitgeber stellen die häufig gut ausgebildeten jungen Menschen nicht ein. Grund ist die Gefahr, dass der Auszubildende am nächsten Tag schon von der Polizei abgeschoben wurde.

Die Ausstellung wird am 20. August um 19:00 Uhr eröffnet und wird dann in den Räumen des Marstall Clemenswerth bis 10. September ausgestellt. Weitere Informationen unter Facebook:

https://www.facebook.com/pages/Einer-von-uns/1115945508420728

Praxis der CAJ beispielhaft in wissenschaftlichem Sammelband beschrieben

"Den Himmel auf Erden verwirklichen. Wie die CAJ zur Humanisierung der (Arbeits-)Welt beizutragen versucht." Dies ist der Titel eines 26seitigen Beitrages über die CAJ, der im Sammelband "Eine Arbeitsgesellschaft - auch für Muslime. Interdisziplinäre und Interreligiöse Beiträge zur Erwerbsarbeit" (Hrsg. Khalfaoui, Möhring-Hesse) erschienen ist.

Der Beitrag beschreibt das Anliegen der CAJ ebenso wie ihre Methodik. Beispielhaft herausgestellt wird die Kampagne der CAJ Deutschland zu prekärer Arbeit, die Aktion des Praktiker Weltna(h)/rr und eine Aktion der CAJ Augsburg. Ein Abschluss gilt der „kirchlichen Identität“ der CAJ.

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"Den Himmel auf Erden verwirklichen" - Praxis der CAJ beispielhaft in wissenschaftlichem Sammelband beschrieben

"Den Himmel auf Erden verwirklichen. Wie die CAJ zur Humanisierung der (Arbeits-)Welt beizutragen versucht." Dies ist der Titel eines 26seitigen Beitrages über die CAJ, der nun im Sammelband "Eine Arbeitsgesellschaft - auch für Muslime. Interdisziplinäre und Interreligiöse Beiträge zur Erwerbsarbeit" (Hrsg. Khalfaoui, Möhring-Hesse) erschienen ist.

Der Beitrag beschreibt das Anliegen der CAJ ebenso beschrieben wie ihre Methodik. Beispielhaft herausgestellt wird die Kampagne der CAJ Deutschland zu prekärer Arbeit, die Aktion des Praktiker Weltna(h)/rr und eine Aktion der CAJ Augsburg. Ein Abschluss gilt der „kirchlichen Identität“ der CAJ.

Der Sammelband umfasst Beiträge m die Frage, ob und inwiefern die Religiösität Erwerbstätiger ihre Erwerbsarbeit prägt, wie und in welchem Ausmaß Religion in die Erwerbsarbeit einfließt und welchen Raum Erwerbsarbeit für Religiösität bestehen lässt.

In diese Verhältnisbestimmung reiht sich die Vorstellung der CAJ und ihrer Arbeitsweise und Positionen in ein buntes Bild verschiedener, interdisziplinärer Ansätze ein als ein Beispiel christlicher, junger und lebendiger Praxis in Sphären der Erwerbsarbeit.

Der Band ist erhältlich unter www.waxmann.com/buch3262.

Hintergründe des ungesicherten Aufenthaltsstatus unter die Lupe genommen!

Bremen Weltnahrr komprimiert

Die Tage vom 26.-28. Juni verbrachte eine Gruppe der CAJ ("Praktiker Weltna(h)/rr) in Bremen, um ihre Analyse der Situation junger Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus zu vervollständigen.

"Wer profitiert von der Situation?" "Welche Ursachen hat die Situation?" "Wer hat welches Interesse an der Situation von Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus?" waren Fragen, welchen die Gruppe nachging.

Durch einen Fachvortrag der Roma-Aktivistin Elvira Ajvazi und die Analyse der eigenen Realitäten konnten die TeilnehmerInnen des Wochenendes neue Erkenntnisse gewinnen.

Klar wurde: Die Probleme der jungen Menschen wurzeln, unabhängig davon, ob sie Fluchthintergrund haben oder nicht, in demselben System. Dieses ist verstärkt gekennzeichnet durch eine ökonomische Logik. Ob der Aufenthalt einer jungen, alleinerziehenden Mutter mit ungesichertem Aufenthaltstatus an der vollständigen Sicherung ihres Lebensunterhalts gebunden ist oder eine junge Leiharbeiterin einseitig so eingesetzt werden kann, wie es der Firma am besten passt: Oftmals ist die effektivste, günstigste, schnellste, profitabelste Lösung im Umgang mit unserer Situation gesucht, so der Eindruck der Gruppe.

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BDKJ Hauptversammlung: Gemeinsam gegen prekäre Arbeit

Die BDKJ Hauptversammlung hat am Wochenende auf Inititiative der CAJ hin beschlossen, gegen prekäre Arbeitsverhältnisse Stellung zu beziehen. „Wir nehmen einen wachsenden Druck und eine Unsicherheit wahr, welche viele junge Menschen prägen. Wir treten entschieden für eine Arbeitswelt ein, in der jeder junge Mensch sein Leben langfristig gestalten kann und dabei arbeitsrechtlich geschützt ist“, heißt es im Beschlusstext.

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Heute ist der Gedenktag Marcel Callos

Wir feiern den Gedenktag Marcel Callos. Er ist heute als "Märtyrer der Arbeiterjugend" bekannt, weil er für seine Überzeugung gekämpft und Vieles in Kauf genommen hat. Er war einer der ersten, der die CAJ nach Deutschland gebracht hat. 1945 starb er im KZ Mauthausen.

Marcel Callo

Marcel Callo, geboren am 6.12.1921, gilt als Märtyrer der Arbeiterjugend. Mit 13 Jahren trat er in die CAJ ein. Gemeinsam mit seinen Mit-CAJlern stellte er Jesus Christus in den Mittelpunkt seines Lebens. Er las alltäglich in der Bibel und engagierte sich mit seinen Mit-CAJlern.

1943, mit 21 Jahren, ging er freiwillig zur Zwangsarbeit nach Zella-Mehlis in Thüringen. "Ich fahre als Missionar... um anderen zu helfen, durchzuhalten." Nach ein paar Monaten begann er, im Zwangsarbeitslager junge Leute zu sammeln, um eine CAJ-Abteilung aufzubauen. Er organisierte solange geheime Gebetskreise, Einkehrtage und Wortgottesdienste, bis er von der Lagerwache entdeckt wurde. „Durch seine katholische und religiöse Aktion hat er sich als Schädling für die Regierung und das Heil des deutschen Volkes erwiesen", lautete die Anklage.

Die Gestapo verhaftete ihn. Nach mehrmonatiger Haft in Gotha wurde ins Konzentrationslager Mauthausen bei Linz gebracht, wo er am 19. März 1945 starb. Am 4. Oktober 1987 wurde Marcel Callo selig gesprochen.

Am 19. April wurde Marcel Callo verhaftet. In der deutschsprachigen katholischen Kirche ist der dieser Tag der Gedenktag an Marcel Callo.

Termine

Sa, 24.04.21 RAT NRW - entfällt leider! in
So, 25.04.21 - Sa, 01.05.21 Internationale Woche der Arbeiter*innenjugend in
Fr, 03.09.21 - So, 05.09.21 BAG Geschlechtergerechtigkeit in Frankfurt
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